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Getriebeübersicht

Betriebsarten

Planetengetriebe können in Antriebslösungen am Sonnenrad, an der Abtriebswelle oder am Getriebegehäuse an- oder abgetrieben bzw. blockiert werden. Daraus folgt, dass sich je nach Einsatzvariante die zulässige Drehzahl, das Drehmoment und die Beschleunigungsmomente verändern. Es können Drehmomentspitzen resultieren, die in Verbindung mit hohen Zyklenzahlen zu Schwingungen in der Antriebseinheit führen.

Betriebsart S1

Dauer- oder S1-Betrieb ist dann vorhanden, wenn die Einschaltzeit der Antriebseinheit 15 Minuten ohne Pause übersteigt oder die Einschaltdauer mehr als 60 % beträgt. Eine Getriebetemperatur von 70º C am Gehäuse gemessen, darf keinesfalls überschritten werden.

Betriebsart S5

Zyklus- oder S5-Betrieb ist dann zu wählen, wenn die Einschaltdauer der Antriebseinheit unter 60% liegt. Die Zyklenzahl kann dabei von einigen wenigen bis mehreren tausend Bewegungen pro Stunde betragen. Ist die Frequenz der Start-Stopp-Bewegungen pro Stunde grösser als 1'000, so muss aufgrund der dynamischen Zusatzbelastung das max. auftretende Drehmoment mit einem Stossfaktor multiplizert werden.

 

Die Angaben in dieser Druckschrift basieren auf Softwaremodellen und empirischen Werten in den Betriebsarten S1 oder S5 und berücksichtigen einen Stossfaktor FS von 1,25.

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